Warum 531?


 

Kernthema des Events ist das Schicksalsjahr 531, das Jahr des Untergangs des Thüringischen Königreichs durch die Eroberungszüge der Franken. 

 

Chronisten dieser Zeit erzählten "Vom Untergang Thüringens" – "De excidio Thuringiae" 

Demnach sollen fränkische Invasoren die Thüringer so überrascht haben, dass diese nicht in der Lage waren sich gebührend zu verteidigen. Die Thüringer sollen es, der Legende nach, lediglich geschafft haben, Gräben auszuheben und damit die fränkische Reiterei in die Falle zu locken. Jedoch konnte dieser Umstand das Blatt nicht wenden und die Thüringer mussten bis zur Unstrut fliehen, wo sie in anschließenden Kämpfen vernichtend geschlagen wurden. Der Erzählung nach sollen so viele thüringische Leichen im Flussbett gelegen haben, dass die Franken dieses mit trockenen Fuß überqueren konnten. Im Jahre 534 endete das thüringische Königreich endgültig, mit der Ermordung seines letzten Königs Herminafried in Zülpich.

 

Bei der Veranstaltung geht es nicht darum, ein möglichst originalgetreues Ereignis nachzustellen, sondern eine mögliche Nebenhandlung aus diesem, für die Thüringer so schicksalhaften Jahr zu rekonstruieren. Es handelt sich um eine fiktive Handlung, welche sich eventuell in einer thüringischen Wehrsiedlung wie der Funkenburg, abgespielt haben könnte. 

 

Ziel ist es, mit den gezeigten Schwerpunkten von Handwerksvorführungen, einer epochenübergreifenden Modenschau, Fecht-Training und dem Hauptaugenmerk Feldschlacht, ein damaliges Heerlager zu veranschaulichen.

 

Es ist uns ein großes Anliegen, für höchste darstellerische Qualität zu sorgen. Historische Darstellung und Reenactment-Veranstaltungen sind lebendige Prozesse, die niemals abgeschlossen sind. Es besteht stets die Möglichkeit, alle benötigten Dinge noch ein Stückchen besser bzw. genauer zu rekonstruieren.

 

Für teilnehmende Darsteller gilt 24 Stunden Darstellungsgebot.